Digitales Gedenkbuch Kassel

Zur Erinnerung an die jüdische Bevölkerung Kassels 1933 – 1945

Herzlich willkommen!

Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Kassel dokumentiert die Namen und Schicksale der jüdischen Menschen, die zwischen 1933 und 1945 mindestens ein Jahr durchgehend in Kassel lebten. Unabhängig davon, ob sie bereits seit Generationen in Kassel sesshaft waren oder ob sie Kassel als Zwischenstation ihres Lebensweges erlebten – sie alle eint, dass Kassel für kurz oder lang ihr zuhause war. Viele von ihnen wurden im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung aus Kassel vertrieben, nicht wenige schafften es, sich durch die Flucht ins Ausland zu retten. Viele andere von ihnen wurden im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung von Kassel oder einem anderen Ort, der im Zugriffsgebiet der Nationalsozialisten lag, in die nationalsozialistischen Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Nur wenige dieser Menschen überlebten die Shoah.

Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Kassel versucht die Namen und Schicksale all dieser Menschen wiederzugeben. Jeder Eintrag innerhalb dieses Digitalen Gedenkbuches verweist auf ein individuelles und mit Kassel verknüpftes Schicksal und zugleich auf eine diverse Gemeinschaft, die durch die Nationalsozialisten systematisch zerstört wurde. Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Kassel lädt dazu ein, den Namen und Schicksalen der jüdischen und als jüdischen verfolgten Bürgerinnen und Bürger Kassels nachzugehen, zu recherchieren und so dazu beizutragen, das Andenken und die Erinnerung an diese Menschen weiterzutragen und für die Zukunft zu bewahren.

Das Digitale Gedenkbuch soll kontinuierlich durch das Stadtarchiv Kassel und im Sinne der Public Science durch freiwillige Unterstützende fortgeschrieben und erweitert werden und kann die aktive Auseinandersetzung mit Themen wie Antisemitismus und Nationalsozialismus und deren Folgen sowie mit der eigenen Stadtgeschichte fördern.

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Abbildung: Stadtarchiv Kassel, 0.552.324, Carl Eberth
Eine Menschenmenge betrachtet die Verwüstungen und Aufräumarbeiten am Jüdischen Gemeindehaus am Morgen nach dem Pogrom vom 7. November 1938 in der Großen Rosenstraße in Kassel.